Home
Gedanken
Blog
 


Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.

Ricarda Huch


Wer nicht geliebt hat,
wer nicht zu lieben wagt
oder nicht mehr lieben kann,
lebt frühlingslose Jahre.
Er ist ein im Winter erfrorener
und im Lenz nicht mehr knospender Baum.
Er fristet sein Dasein im Kellergeschoss
als der Gefangene seiner eigenen Fremde.

Zenta Maurina


Time waits for no man
That's what they say
So you got to make hay
While the sun is shining

Don't waste your days
Just appreciate
All the things that
Make life worth living

But in the corner of my room
All the books I never read
In the corner of my mind
All the words I never said
In the shadows of the past
All the things I wouldn't try
In the corners of my eyes
All the tears I couldn't cry
'cause time waits for no man
That's what they say

In the pictures of my war
All the girls I'll never hold
In the places of my friends
All the stories never told
In the street outside my door
All the cars I never drove
'cause time waits for no man
That's what they say
So you got to make hay
While the sun is shining

Yeah...

Snowy White & The White Flames


Bin schnarzenblau vom Dralbenfirn,
nun grubbs, daher die Schlüchter.
Mitranisch grau im Ruspenwirn
wird Hurbeldrank nur wüchter.

Da wilkensohn die Habur piegen
kohnt benn die trabenticke Walst.
Wer vieranschon mit Kniesur niegen
sulft den wie Sulfus-Jickel bralst.

Oh Mürtel, malschig Mürtelfirkel,
muschs Mamien zur Falbigheit?
Sei dürtel falschiek Dürtelbirkel,
soch Dramien in Namigkeit.

Darg Mürtel falschiek Falbenfirkel,
verfacks grah salbig unbegiern.
Den Dürtel schiek am salben Dirkel,
erblaue schnarz am Dralbenfirn.




In Wahrheit liegt im Wein
die Frage nach dem Sein.
Die Antwort, die wir suchen,
die liegt im Apfelkuchen.



Von jetzt bis gleich
ein Augenblick,
ein kleines Stück
vom langen Weg.

Sekunde meiner Lebenszeit,
verstrichen und versunken
tief in das Vergessen
der namenlosen Sekunden
von sieben Milliarden Leben.

"Sinn machen" ginge wohl nur anders -
englisch, bestenfalls amerikanisch,
oder wenigstens fundamentalistisch.
Entschieden und ausdauernd.



"Bin ich allein?" frag ich mich oft,
wenn alles was ich tu vergebens
scheint und ich ganz unverhofft,
abkomm vom Ziel des eignen Lebens.

Gerade wars noch da gewesen,
gerade eben, klar und rein,
und lesbar ohne nachzulesen,
so einfach und so ewig mein.

Dann schlägt der Zweifel wieder zu:
"Bin ich allein mit meinem Ziel?"
Er lässt mir Nacht noch Tag nicht Ruh'
und spielt mit mir sein fieses Spiel.

Wie kann ich diesen Zweifel zähmen?
Er kommt so hinterrücks heran.
Sein Ziel scheint, meine Kraft zu lähmen,
bis er mich dann begraben kann.

Will dieser Kopf, dies Wunderwerk,
nicht einmal bei der Richtung bleiben?
Das Ziel war da, klar wie ein Berg,
wie konnte Zweifel es vertreiben?

Langsam beginn ich zu verstehen,
dass nicht der Zweifel mich bedroht.
Es scheint doch so herum zu gehen:
Ich mach ihm Angst, er beisst aus Not.

Ich will ihn lieben, ehren, achten
und nicht verleugnen, was mich quält.
Die Neuerung, auf die wir warten,
geschieht in uns, nicht in der Welt.

Komm her, mein Zweifel, in mein Leid.
Ich will dir meine Hoffnung zeigen.
Sie trägt für dich ihr schönstes Kleid,
will sich vor dir im Tanz verneigen.

Dann wirst du sanft und bald auch zahm.
Man kann dich an den Ohren kraulen.
Die Tage sind nicht mehr voll Gram,
kein böses Tier muss nachts noch jaulen.

Ich hoffe, ich erinnere jetzt,
wie ich dies Tier in mir bezähme.
Dann komme ich, zu guter Letzt,
noch hin, wohin ich sonst nie käme.

 
Top